NWD

C.L.A.U.D. Logo

ART:   Theorie
TYP:   Buch
ORT:   Wien
FÜR:   Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten

Neue Wiener Dichte. Städtebau im Zeitalter der Stadt.
Wird das gesellschaftliche Gefüge als Katalysator städtebaulicher Herausforderungen begriffen, dann wird Städtebau zur sozialen Praxis.
Roland Rainer forderte bereits vor Jahrzehnten mit seinem Begriff des ›Städtebauers‹ eine differenzierte Architekturhaltung ein. Denn in seinem Schaffen ging es insbesondere auch darum, den urbanen Lebensraum ins Zentrum des Diskurses zu rücken und Planung als Konstrukt gesellschaftlicher Rahmenbedingungen zu verstehen. Das bedeutet vor allem, das Wesen der Stadt nicht mit gebautem Volumen und gestalteten Fassaden zu verwechseln beziehungsweise Städtebau mit der architektonischen Ausformulierung einzelner Projekte zu vermischen.
Die städtebaulichen Herausforderungen der Zukunft ergeben sich aus den alltäglichen Anforderungen an das Zusammenleben einer sich permanent (und tendenziell beschleunigt) entwickelnden Gesellschaft, wobei sich diese Anforderungen zunehmend vermischen mit den Bedürfnissen des Einzelnen nach einem flexiblen und individuell anpassbaren Wohn-, Lebens- und Arbeitsumfeld. Die Stadt bildet daher den Kristallisationspunkt, in dem unmittelbar und ungefiltert die Forderungen des Kollektivs auf die Anliegen des Individuums prallen. Innerhalb dieses Spannungsfeldes gilt es, die Herausforderungen des Wachstums und ebenso der Schrumpfung, der Verdichtung und Auflockerung sowie der Transformation und Manifestation des Gesellschaftlichen zu bewältigen.

Mit Beiträgen von Georg Franck sowie Florian Gottinger und Franco Patané

Grafik Bucheinband:
Architecte Coralie Happe