CLAUD - Architektur

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„In einer sich ständig verändernden Welt besteht die anhaltende Relevanz der Architektur in ihrem Idealismusanspruch und in ihrer Verantwortung, die Situation des Menschen zu verbessern. Neue Ideen sind das einzige Mittel, um sie zu erzielen. Architektur ist eine humane Kunst, niemals human genug.“ (Zvi Hecker)
Was ist eigentlich Architektur und was kann sie in diesem Zusammenhang machen? Soll sie verantwortungslos werden?

Würden zehn Architektierende um eine kurze Aussage gebeten, so würden zehn unterschiedliche, teils widersprüchliche Meinungen im Raum stehen. Und genau darin liegt auch das Dilemma verborgen. Alles kann Architektur werden, kann architektonisch analysiert und interpretiert werden. Das ist sowohl Fluch wie Segen gleichermaßen, denn wenn etwas alles Sein kann, dann ist es eigentlich nichts (richtig).

Architektur muss als ein Gemenge und eine Zusammenwirken der unterschiedlichsten Disziplinen betrachtet werden und jede Architektin, jeder Architekt steckt die Prioritäten der einzelnen Disziplinen anders ab.

Auf der Suche nach einer Anfangsnull des Städtischen stellen sich die Fragen, was denn eigentlich zu Beginn vorhanden war, wie entwickelten sich Raum und Territorium seit den frühen Menschen? Laut Lefèbvre waren es die ersten Menschenhorden, die den Raum erforschten, ihn benannten und Zeichen setzten. Die frühen Sammler, Fischer und Jäger erfanden Flurnamen und setzten Landmarken um sich zu orientieren und Territorien abzugrenzen.

Die Vorstellung, dass aus der Bewirtschaftung des Landes zuerst die dörfliche Kultur sowie die Dörfer und danach das Städtische entstand ist ideologisch gefärbt, denn erst durch den autoritären Druck städtischer Zentren wurde das Land vom Wildbeutertum zum Ackerbau umstrukturiert.

So wurden aus den Eroberern die Beschützer, Ausbeuter und Unterdrücker, sprich Verwalter und Gründer von Staaten oder staatsähnlichen Konstruktionen.

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Auch wenn Architektur die Gesellschaft nicht verändern kann, so ist es doch ihre Pflicht für ein Umfeld zu sorgen, welches maximale Lebensqualität bietet.

„In einer sich ständig verändernden Welt besteht die anhaltende Relevanz der Architektur in ihrem Idealismusanspruch und in ihrer Verantwortung, die Situation des Menschen zu verbessern.

Neue Ideen sind das einzige Mittel, um sie zu erzielen. Architektur ist eine humane Kunst, niemals human genug.“ (Zvi Hecker, 2010)

Generell wird ein Entwurfsprozess als ein Paradebeispiel für einen kontrollierten Prozess verstanden, in dem das Endprodukt eine direkte Folge dieses Prozesses darstellt. Daraus ergeben sich so genannte engineerable Design-Artefakte für welche der Designer vorhersagen kann wie die endgültige Form und das Verhalten sein wird, beziehungsweise sein könnte.

Demnach ist Design in der Regel als beabsichtigter, gesteuerter und extern organisierter Prozess zu betrachten. Aber Design selbst kann auch als ein sich selbstorganisierendes System gesehen werden.

Durch immanent selbstkritisches Hinterfragen entsteht ein iterativer Prozess, der durchaus offen für unerwartete Wendungen sein kann. Denn aus einem konstruktiven Zusammenspiel zwischen Auftraggeber und Designer entstehen die hochwertigsten Projekte.

"Das Kunstwerk ist eine Privatangelegenheit des Künstlers. Das Haus ist es nicht." (Adolf Loos 1910)

 

„Da Nahrung, Behausung und Kleidung als die wichtigsten Bedürfnisse des Menschen angesehen werden, ist die Kunst ihrer Herstellung Charakteristikum der verschiedenen Zivilisationen dieser Welt. Diese Kunst heißt Design. Die größten Meisterwerke sind oft die Bescheidensten.

Die zweckmäßige und einfache Schönheit von Arbeitskleidung und Werkzeugen von Menschen überall auf der Welt ist stets ein Grund zur Bewunderung. […] Die Kunst der ursprünglichen Küche, entstanden aus den unmittelbaren Produkten von Klima und Boden, ist immer eine Quelle von Bezauberung und Freude. […]

Aber die großartigsten Beispiele von Design finden wir in der Kunst der Behausung, oder Architektur, weil sie die Umwelt schafft für unser Leben und damit die Entwicklung aller anderen Kunstformen ermöglicht.“ (Paul Jacques Grillo)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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