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Schütte-Lihotzky Projektstipendium

ART:   Städtebau
TYP:   Bewerbung Projektstipendium
ORT:   Wien
FÜR:   Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

Es geht darum den öffentlichen Raum zurückzuerobern und von der übertriebenen Bedeutung für das Auto zu befreien.
Der Grundgedanke des Projektes ist im situativen Urbanismus und der partizipativen Architektur verankert, wodurch manche Entscheidungsnotwendigkeiten zwar erkannt, aber bewusst offen gehalten werden, um die Dynamik der Möglichkeiten und die daraus entstehenden Potenziale eines derartigen Projekts sicherzustellen.
Der öffentliche Raum ist ein durchaus begrenztes Gut, welches der Allgemeinheit und ihren Bedürfnissen dient. So gesehen sollte dieser Raum jedem zu den gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen. Leider dominiert der motorisierte Individualverkehr diesen Raum. In Wien kommen derzeit zirka 380 KFZ auf 1000 EW (VCÖ 2010: Wie Wohnen Mobilität lenkt). Diese 38% beanspruchen aber über 14% der Gesamtfläche von Wien! ... Immerhin fast 60 km². Tendenz steigend. Seit 1990 ist diese Fläche um 1,3 km² an zusätzlichen Parkplätzen, beziehungsweise umgerechnet 181 Fußballfelder, gewachsen. Vgl. (VCÖ-Forschungsinstitut, 2008, S. 38)
Was wird passieren wenn Wien weiterhin wächst? Städtebau ist von sozialen Konzepten und politischen Ideologien geleitet und reproduziert somit ein sozialräumliches Konstrukt als Stadtraum. Daher verstehen sich räumliche Strukturen und Beziehungen als konkrete Manifestationen von sozialen Relationen und Vernetzungen.